Gewichthebergürtel Test & Vergleich | Die besten Hebegürtel 2019

Herzlich Willkommen zu unserem Gewichthebergürtel Test & Vergleich 2019. In diesem Artikel stellen wir die besten Gewichthebergürtel im Internet vor. Zudem findest du noch wichtige Hintergrundinformation rund um das Thema Gewichthebergürtel.

In unserem Ratgeber werden die häufig gestellten Fragen ausführlich beantwortet. In unserer Kaufberatung nennen wir die wichtigsten Kriterien, die du vor dem Kauf von einem Gewichthebergürtel unbedingt beachten solltest.

Ganz unten findest du noch die detaillierten Testberichte, wo wir zu jedem vorgestellten Produkt jeweils die Vor- und Nachteile nennen.

Mit diesem Gewichthebergürtel Test möchten wir dir die Kaufentscheidung erleichtern, damit du viel Zeit und Kraft sparst.

Inhaltverzeichnis

Vergleichstabelle: Die besten Gewichthebergürtel im Überblick

Produktbild
Testsieger
RDX Powerlifting Gewichthebergürtel Schnalle Rindsleder Bodybuilding Fitness Trainingsgürtel Gym Weightlifting Lever Belt Krafttraining (MEHRWEG)
RDX Powerlifting Gewichthebergürtel Rindsleder Bodybuilding Fitness Trainingsgürtel Gym Weightlifting Belt Krafttraining (MEHRWEG)
Fitgriff Gewichthebergürtel Fitness-Gürtel für Bodybuilding, Krafttraining, Gewichtheben und Crossfit Training - Trainingsgürtel für Damen und Herren
C.P.Sports Trainingsgürtel Gewichtheber Leder, Schwarz/Innenfläche Weiß, M, 38700
Name
RDX Gewichthebergürtel
RDX Gewichthebergürtel
Fitgriff Gewichthebergürtel
C.P.Sports Gewichthebergürtel
Verschlussart
Schnappverschluss
Doppelte Dornschließe
Klettverschluss
Doppelte Dornschließe
Material
Leder
Leder
Kunststoff
Leder
Testsieger
Produktbild
RDX Powerlifting Gewichthebergürtel Schnalle Rindsleder Bodybuilding Fitness Trainingsgürtel Gym Weightlifting Lever Belt Krafttraining (MEHRWEG)
Name
RDX Gewichthebergürtel
Verschlussart
Schnappverschluss
Material
Leder
Produktbild
RDX Powerlifting Gewichthebergürtel Rindsleder Bodybuilding Fitness Trainingsgürtel Gym Weightlifting Belt Krafttraining (MEHRWEG)
Name
RDX Gewichthebergürtel
Verschlussart
Doppelte Dornschließe
Material
Leder
Produktbild
Fitgriff Gewichthebergürtel Fitness-Gürtel für Bodybuilding, Krafttraining, Gewichtheben und Crossfit Training - Trainingsgürtel für Damen und Herren
Name
Fitgriff Gewichthebergürtel
Verschlussart
Klettverschluss
Material
Kunststoff
Produktbild
C.P.Sports Trainingsgürtel Gewichtheber Leder, Schwarz/Innenfläche Weiß, M, 38700
Name
C.P.Sports Gewichthebergürtel
Verschlussart
Doppelte Dornschließe
Material
Leder

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert ein Gewichthebergürtel?

Der Gewichthebergürtel verstärkt die „Rumpfmuskulatur“, welcher sich aus den Bauchmuskeln und der Rückenmuskulatur um die Wirbelsäule zusammensetzt. Der Gürtel schränkt nämlich deinen Bauch ein, sodass dieser sich nur bis zum Gürtel ausdehnen kann, wenn du tief in den Bauch atmest. Dadurch ermöglicht ein Gürtel die Zunahme des Drucks in der Bauch- und Brusthöhle.

In anderen Worten ausgedrückt, erhöht der Gürtel den Druck auf die Wirbelsäule, damit sich die Bauchmuskeln stärker kontrahieren können. Man kann nämlich mit einem Gürtel die Bauchmuskeln stärker anspannen als ohne – so wie man den Bizeps mehr anspannen kann, wenn man mit einer beladenen Langhantel trainiert als mit einem Besen.

Welche Vorteile bietet ein Gewichthebergürtel?

Höhere Stabilität im Rumpf

Da ein Gewichthebergürtel für eine stärkere Bauchmuskelkontraktion sorgt, steigt somit auch die Stabilität im Rumpf. Dies wurde auch in einer Studie bestätigt, wo 9 Personen mit und ohne Gürtel Kreuzheben ausführen mussten. Dabei wurde festgestellt, dass ein Weightlifting Belt den intraabdominalen Bauchdruck erhöht.

Allgemein gilt: Je höher die Kontraktion in den Bauchmuskeln ist, desto stabiler ist die Wirbelsäule. Besonders bei Übungen, wo die Wirbelsäule belastet wird, wie Kniebeugen und Kreuzheben, ist eine hohe Stabilität im Rumpf unerlässlich, um ein hohes Gewicht zu bewegen.

Geringeres Verletzungsrisiko

Trägt man keinen Gewichthebergürtel, dann ähnelt sich der Rumpf einem Schwamm. Er ist weich und flexibel. Diese Flexibilität ermöglicht es, dass du dich mit Leichtigkeit seitlich, vorwärts oder rückwärts beugen und den Torso drehen kannst.

Doch diese schwammähnliche Flexibilität stellt bei schweren Kniebeugen oder Kreuzheben ein hohes Verletzungspotenzial dar, da der untere Rücken schnell einrunden kann und so die Lendenwirbelsäule enorm belastet wird. Daher ist ein starrer und festangespannter Rumpf ein Muss, um solche Risiken auszuschließen und langfristig verletzungsfrei zu bleiben.

Höhere Leistung im Training

Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit einem Gewichthebergürtel bei Übungen, wo viel Stabilisationsarbeit im Rumpf verlangt wird, indirekt mehr Gewicht bewegen kann. Wie oben bereits erwähnt, erhöht der Gürtel die Kontraktion und die Stabilität in den Rumpfmuskeln. Eine Studie hat gezeigt, dass man indirekt mehr Gewicht stemmen kann, da ein Gürtel dir hilft, die richtige Technik beizubehalten.

Schließlich bedeutet mehr Gewicht mit einer sauberen Technik gleichzeitig einen größeren Reiz für den Muskelaufbau. Jedoch sei gesagt, dass man jetzt nicht 100 kg bei Kniebeugen oder Kreuzheben mehr bewältigen kann. In der Regel bekommt man mit einem Gewichthebergürtel einen Leistungsschub von bis zu 10 %.

Gewichthebergürtel beim Powerlifting mit Zughilfe
Gewichthebergürtel gewährleisten eine höhere Stabilität im Rumpfbereich, sodass man verletzungsfrei und effektiv trainieren kann. Quelle: 12019 / pixabay.com

Werden die Bauchmuskeln durch einen Gewichthebergürtel nicht mehr trainiert?

Oft hört man, dass die Bauchmuskeln nicht mehr richtig trainiert werden, wenn man einen Gewichthebergürtel trägt. Die Begründung ist oft, dass der Gürtel die ganze Stabilisationsarbeit von den Bauchmuskeln übernehmen würde und der Bauch deshalb nicht trainiert wird. Wenn man sich nicht gut auskennt mit der Materie, dann klingt es ganz logisch.

Doch das entspricht nicht der Wahrheit!

Ganz im Gegenteil. Wie oben bereits erwähnt, spannen die Bauchmuskeln sich noch stärker an, wegen des äußeren Gegendrucks von dem Gürtel und werden so isometrisch mehr beansprucht als ohne Gürtel. Beim Langhantel curlen, werden die Arme auch fester angespannt als beim Curlen eines Besenstils. Daher ist das Argument, dass man keinen Gürtel tragen sollte, da die Bauchmuskeln dann nicht mehr trainiert werden, einfach nur ein veraltetes Gerücht.

Insgesamt betrachtet, werden die Bauchmuskeln bei Grundübungen, wie Kniebeugen und Kreuzheben, zwar isometrisch (statisch) beansprucht, jedoch fällt die Beanspruchung deutlich geringer aus als bei dynamischen Übungen, wie Crunches oder hängendes Beinheben.

Von daher solltest du dir auch keine Sorgen machen, ob das Training mit einem Gewichthebergürtel kontraproduktiv für deine Bauchmuskeln sei, sofern du Isolationsübungen für den Bauch im Trainingsplan integriert hast.

Wann sollte ich einen Gewichthebergürtel benutzen?

Grundsätzlich gibt es kein bestimmtes Mindestgewicht oder Trainingslevel, um einen Gewichthebergürtel zu benutzen. Jedoch wird eine falsche Übungsausführung nicht durch einen Gürtel kompensiert. Daher solltest du zuerst die korrekte Technik einer Übung lernen, bevor du zu einem Hebegürtel verwendest.

Oft wird einem Anfänger von einem Gewichthebergürtel abgeraten, da er, wie oben bereits erwähnt, die Arbeit der Rumpfmuskulatur nehmen würde. Da dies jedoch nicht korrekt ist, gibt es keinen Grund, der gegen die Benutzung eines Gürtels für einen Anfänger spricht. Ganz im Gegenteil, Anfänger können wie Fortgeschrittene sehr wohl von einem Gewichthebergürtel profitieren, sofern die Übungsausführung korrekt ist.

Denn warum sollte man auf einen Hebegürtel verzichten, der eine erhöhte Rumpfstabilität und ein geringeres Verletzungsrisiko mit sich bringt?

Bei welchen Übungen sollte ich einen Gewichthebergürtel verwenden?

Generell kann man bei fast allen Übungen einen Gewichthebergürtel tragen, denn schaden tut er ja nicht. Doch nicht bei jeder Übung ist ein Gürtel unbedingt sinnvoll.

Ein Gewichthebergürtel sollte nur bei Grundübungen verwendet werden, wo viel Stabilität im Rumpf benötigt wird. Dazu zählen:

  • Kniebeugen
  • Kreuzheben
  • Langhantel Rudern
  • Bankdrücken
  • Langhantel Schulterdrücken im Stehen
  • Reißen
  • Stoßen

Bei Übungen wie Kabelrudern, Latzug, Klimmzüge oder Bizeps Curls im Stehen wird zwar auch eine gewisse Stabilität der Rumpfmuskeln erfordert. Diese fällt jedoch so gering aus, sodass man auf einen Gewichthebergürtel gut verzichten kann. Falls du eine Verletzung im Lendenwirbelbereich hast und du auf eine Nummer sicher gehen möchtest, dann kannst du auch bei den Übungen einen Gürtel tragen.

Wo genau sollte ich den Gewichthebergürtel tragen?

Der Gewichthebergürtel sollte sich auf Taillenhöhe bzw. zwischen deinen Hüftknochen und deinen Rippen befinden. Trägt man den Gürtel zu hoch oder zu niedrig, dann kann er zum einen die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und zum anderen den Komfort verringern.

Die richtige Position des Gürtels ist jedoch auch von der Übung abhängig. Zum Beispiel sollte der Gürtel beim Kreuzheben etwas weiter unten tragen, da man sich während der Übung nach vorne beugt und der obere Teil des Gürtels gegen die Rippen drücken kann.

Wie eng sollte man den Gewichthebergürtel tragen?

Ein enger Sitz ist bei einem Gewichthebergürtel entscheidend, um auch wirklich seine volle Wirkung entfalten zu können. Grundsätzlich sollte der Gürtel so eng sitzen, sodass du noch in deinem Bauch tief Luft holen kannst.

Liegt der Gürtel zu eng an, dann ist ein tiefer Atemzug in den Bauch nicht mehr möglich. Dies hat zur Folge, dass man keinen hohen Druck innerhalb des Bauchraums aufbauen kann und so die höchstmögliche Rumpfstabilität sinkt.

Sitzt der Gürtel jedoch zu locker, dann verliert der Gürtel seine Wirkung und man kann gleich ohne einen Gürtel trainieren. Denn bei einem zu lockeren Sitz übt der Gewichthebergürtel keinen Druck auf die Rumpfmuskeln aus, was eigentlich Sinn und Zweck des Gürtels ist, damit die Bauchmuskeln sich stärker anspannen können.

In beiden Fällen sinkt die Stabilität der Rumpfmuskulatur und erfüllt so nicht den Sinn eines Gürtels. Von daher solltest du vor einer Übung immer den Sitz des Gürtels genauer überprüfen, um optimale Resultate zu erzielen.

Gewichthebergürtel richtiger Sitz
Der Gewichthebergürtel darf auf keinen Fall weder zu eng noch zu locker sitzen, da sonst die Wirkung eines Gürtels verloren geht. Quelle: depositphotos.com

Welche verschiedenen Arten von Gewichthebergürteln gibt es?

Generell muss man bei den Gewichthebergürteln zwischen zwei verschiedenen Arten unterscheiden.

  • Olympischer Gewichthebergürtel
  • Powerlifting Gürtel (Kraftdreikrampfgürtel)

Hauptsächlich liegt der Unterschied zwischen den Beiden Arten in ihrem Aussehen und ihrem Verwendungszweck. Je nach Übung ist nämlich der olympische Gewichthebergürtel oder der Powerlifting Gürtel besser geeignet.

Im Folgenden werden wir dir genauer erklären, welcher Gürtel bei welchen Übungen empfehlenswert ist. Des Weiteren gehen wir auf die zwei Arten von Gewichthebergürtel genauer ein und zeigen dir, welche Vor- und Nachteile diese jeweils mit sich bringen.

Was ist ein Olympischer Gewichthebergürtel und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Bei einem Olympischen Gewichthebergürtel fällt der hintere Teil am Rücken breiter aus als der vordere Teil am Bauch. Grund dafür ist, dass ansonsten der Gürtel in der unteren Position beim Clean (Umsetzen) zwischen deinem Bauch und deinen Oberschenkeln in die Quere kommt. Daher beträgt die Breite des Gürtels am Bauch nur 5-6 cm.

Durch den vorderen, schmalen Teil bietet dieser Gürtel eine höhere Beweglichkeit, jedoch eine geringere Stabilität als ein Kraftdreikampf-Gürtel. Die geringere Stabilität kommt zustande, da die breitere Fläche am Rücken einen größeren Druck auf den Rumpf ausübt als der schmalere Teil am Bauch. Um eine optimale Stabilität zu gewährleisten muss der Gürtel nämlich an jeder Stelle gleich breit sein, was beim Olympischen Gewichthebergürtel nicht der Fall ist.

Deshalb ist ein Olympic Weightlifting Belt nur für die Olympischen Gewichtheben-Übungen geeignet und nicht für die Powerliftng bzw. Bodybuilding Übungen.

Des Weiteren werden die meisten Gewichthebergürtel aus Nylon oder Neopren gefertigt. Diese Stoffe sind zwar flexibler als beispielsweise Leder, jedoch bieten Gürteln aus Nylon bzw. Neopren dadurch eine geringere Stabilität.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Nylon- und Neoprengürtel nur mit einem Klettverschluss erhältlich sind. Diese Verschlussart lässt sich in Sekundenschnelle einstellen, jedoch stellt sie gleichzeitig auch die unsicherste Schließform dar.

Die Herstellungskosten von Nylon und Neopren fallen gering aus, weshalb man Weighlifting Belts aus diesen Materialien im unteren bis mittleren Preissegment findet. Ein Olympischer Gewichthebergürtel ist ursprünglich nur für das Olympische Gewichtheben (Zweikampf) gedacht, welches aus den Übungen „Reißen“ und „Stoßen“ besteht.

Wenn du also einen Gürtel brauchst, nur um diese zwei Übungen auszuführen, dann ist ein Olympischer Gewichthebergürtel, wegen der hohen Flexibilität und des geringeren Preises optimal für dich geeignet.

Vorteile

  • Hohe Beweglichkeit
  • Günstiger Preis
  • Ideal für Olympisches Gewichtheben

Nachteile

  • Geringere Stabilität
  • Suboptimal für Bodybuilding
  • Suboptimal für Powerlifting

Falls du von Stoßen und Reißen keinen blassen Schimmer hast, kannst du das folgende Video anschauen, wo diese Übungen ausführlich gezeigt werden.

Was ist ein Powerlifting Gürtel und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Der Powerlifting Belt bzw. KDK-Gürtel hat durchgehend dieselbe Breite. Daraus ergibt sich, dass der Gürtel am Rücken und am Bauch einen gleich großen Druck ausübt, sodass kein Ungleichgewicht besteht und die Stabilität höher ist als beim Gewichthebergürtel.

Grundsätzlich ist der Kraftdreikampf-Belt meistens nur bis zu 10 cm breit, da der Gürtel ansonsten nicht mehr zwischen Rippen und Hüften passt. Personen mit einer geringen Körpergröße oder einem kurzen Rumpf benötigen unter Umständen einen schmaleren Gürtel.

Die Dicke des KDK-Gürtels beträgt zwischen 10 und 13 mm, wobei offiziellen Wettkämpfen der IPF (International Powerlifting Federation) nur eine Dicke von 10 mm zugelassen ist.

Der Powerlifting Gürtel wird meistens aus Kunstleder oder echtem Leder hergestellt. Dies hat den Vorteil, dass der Gürtel kaum nachgibt und somit ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.

Allerdings sind solche Gürtel vergleichsweise teurer als ein Gewichthebergürtel aus Neopren und bewegen sich daher nur im mittleren bis oberen Preissegment. Zudem bieten die Powerlifting Gürtel aus Leder, aufgrund seiner Härte, eine geringere Beweglichkeit und sind damit für das Olympische Gewichtheben ungeeignet. Hinzu kommt, dass Leder sich am Anfang sehr steif und unkomfortabel fühlt, was sich jedoch nach häufiger Verwendung wieder legt.

Wie der Name Kraftdreikampf-Gürtel schon sagt, wurde dieser ursprünglich für den Kraftdreikampf entwickelt, welcher sich lediglich aus den drei Disziplinen Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken zusammensetzt.

Auch für Bodybuilding Übungen, wie beispielsweise Langhantel Rudern und Military Press ist ein KDK-Gürtel optimal geeignet. Von daher ist solch ein Gürtel das Richtige für dich, wenn du speziell Powerlifting oder Bodybuilding Übungen ausführen möchtest.

Im folgenden Video wird gezeigt, wie das Training mit einem Powerlifting Gürtel bei den Übungen Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben aussieht.

Wie viel kostet ein Gewichthebergürtel?

Wie bei vielen anderen Produkten ist der Preis von der Qualität und des Herstellers abhängig. Allerdings steht fest, dass die Gewichthebergürtel aus Neopren bzw. Nylon deutlich günstiger sind als die KDK-Gürtel aus Leder. So sparen Gewichtheber etwas Geld bei der Anschaffung eines Gürtels, wohingegen der Powerlifter etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Als Bodybuilder empfehlen wir, auch zum KDK-Gürtel zurückzugreifen und somit mehr Geld zu investieren. Schließlich gehören Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben (bzw. eine abgewandelte Variante des Kreuzhebens, wie rumänisches oder gestrecktes Kreuzheben) in jedem guten Trainingsplan rein, da diese Übungen für den Muskelaufbau optimal sind.

Um diese Powerlifting und Bodybuilding möglichst effektiv und verletzungsfrei auszuführen, brauchst du dementsprechend auch einen dicken und stabilen KDK-Gürtel, der deine Lendenwirbelsäule schützt.

Wo kann ich einen Gewichthebergürtel kaufen?

Gewichthebergürtel kannst du entweder in Sportfachgeschäften wie Decathlon oder im Internet kaufen. Wobei das Internet mit seinen zahlreichen Online Shops eine gigantische Auswahl zur Verfügung stellen.

Zu den Online Shops, die Gewichthebergürtel im Sortiment haben, gehören Folgende dazu:

  • Amazon
  • Ebay
  • Hammer
  • Real
  • Lidl
  • Decathlon
  • Megafitness

Wer sind die besten Hersteller von Gewichthebergürteln?

Zu den bekanntesten Gewichthebergürtel Herstellern zählen:

  • C.P Sport
  • RDX

Unterschiede lassen sich besonders in der Preisklasse und der Art des Gewichthebergürtels feststellen. Die Gürtel von C.P Sport bewegen sich im niedrigen bis mittleren Preissegment zwischen 15 und 40 Euro. Wohingegen die RDX Gewichthebergürtel nur in der mittleren und oberen Preisklasse erhältlich sind. So kosten diese zwischen 26 und 60 Euro.

CP-Sports ist eine deutsche Marke und gehört zu den führenden Herstellern und Lieferanten von hochwertigen Gewichthebergürteln.  Er zeichnet sich durch sein vielfaltiges Angebot an Gewichthebergürteln und geringen Preis aus. Insgesamt sind diese Gürtel solide verarbeitet und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an.

RDX ist ein US-amerikanischer Hersteller und ist sowohl auf Zubehör im Kampfsport als auch im Kraftsport spezialisiert. Mit dem vielseitigen Sortiment an hochqualitativen Gewichthebergürteln lässt RDX auch keine Wünsche offen. Der Hersteller bietet nämlich Olympische Gewichthebergürteln sowie Powerlifting Belts – ganz gleich, ob aus Leder oder aus Neopren.

Welche verschiedenen Verschlussarten gibt es?

Grundsätzlich sind Gewichthebergürtel jeweils mit einer von vier unterschiedlichen Verschlussarten ausgestattet.

Dabei handelt es sich um:

  • Klettverschluss
  • Einfache Dornschließe
  • Doppelte Dornschließe
  • Schnappverschluss

Die Unterschiede zwischen diesen Schließen liegt in ihrer Sicherheit, Funktionalität und Handhabung.

Im Folgenden werden wir jede einzelne Verschlussart genauer erklären und dessen Vor- und Nachteile nennen, damit du bereits schon vor dem Kauf eines Gewichthebergürtels gut informiert bist. Somit findest du nicht nur die passende Verschlussart für dich, sondern sparst auch noch viel Zeit und Ärger nebenbei.

Was ist ein Klettverschluss und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Vermutlich ist jedem bewusst, was ein Klettverschluss ist, da dieser oft an Kleidungsstücken, Schuhe und vielen anderen Sachen zu finden ist.

Bei einem Klettverschluss handelt es sich um einen haftenden Verschluss, der aus zwei Bändern besteht. Das eine Band ist mit einer flauschigen Schicht und das andere mit einem Belag aus kleinen Widerhaken gefertigt.

Gewichthebergürtel mit einem Klettverschluss bestehen meistens aus Neopren oder Nylon und sind somit eher für das Olympische Gewichtheben geeignet. Klettverschlüssen haben den Vorteil, dass sie sich im Handumdrehen öffnen und schließen lassen. Zudem gibt es auch keine Löcher wie bei einem gewöhnlichen Gürtel, sodass die Anpassung mit einem Klettverschluss ganz individuell erfolgen kann.

Der Nachteil von einem Klettverschluss ist jedoch der vergleichsweise hohe Verschleiß. Im Gegensatz zu den anderen Verschlussarten fällt bei diesem der Verschleiß am höchsten aus. Des Weiteren bestehen bei Klettverschlüssen ein höheres Risiko, dass sich die Schließe, aufgrund eines hohen Verschleißes, während einer Übung aufgeht. Daher vermitteln Gewichthebergürteln mit einem Klettverschluss auf Dauer ein geringeres Gefühl an Sicherheit.

Vorteile

  • Sehr leichte Handhabung
  • Günstig

Nachteile

  • Hoher Verschleiß
  • Geringere Sicherheit

Was ist eine einfache Dornschließe und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Eine einfache Dornschließe findet man meistens bei einem klassischen Gürtel mit Löchern. Dabei muss man lediglich die Schnalle in ein beliebiges Loch befestigen. Eine Dornschließe sieht zwar relativ langweilig und minimalistisch aus, wobei die höchste Funktionalität eines Gewichthebergürtels dennoch gewährleistet ist.

Im Vergleich zum Klettverschluss bietet die einfache Dornschließe aufgrund ihres geringen Verschleißes auch eine höhere Sicherheit im Training. Aus diesem Grund bevorzugen die Profi-Athleten häufig Gewichthebergürtel mit einer einfachen Dornschließe.

Im Training kommt es nämlich nicht auf die Optik des Gürtels, sondern auf dessen Funktionalität und leichten Handhabung an. Schließlich sollte ein Hebegürtel deine Wirbelsäule vor Verletzungen schützen.

Der Nachteil von der einfachen Dornschließe ist dessen kleines Angebot auf dem Markt. Denn viele Hersteller haben die Produktion von dieser Verschlussart eingestellt bzw. nocht nicht mal in Produktion genommen. Ein weiterer Nachteil ist, dass du bei der individuellen Anpassung des Gürtels auf dessen Löcher beschränkt bist. Wenn die Abstände zwischen den Löchern groß sind, dann lässt sich der Gürtel nicht immer perfekt anpassen im Vergleich zum Klettverschluss.

Vorteile

  • Minimaltisch gehalten
  • Einfache Handhabung
  • Geringer Verschleiß
  • Hohe Sicherheit

Nachteile

  • Geringes Angebot
  • Individuelle Anpassung durch Löcher eingeschränkt

Was ist eine doppelte Dornschließe und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Gewichthebergürtel mit doppelter Dornschließe auf weißem Hintergrund
Der Spruch „Doppelt hält besser“ trifft bei diesem Verschluss nicht zu, da ein einfacher Dornverschluss die gleiche Sicherheit bietet. Quelle: depositphotos.com

Der Spruch „Doppelt hält besser“ trifft bei diesem Verschluss nicht zu, da ein einfacher Dornverschluss die gleiche Sicherheit bietet. Quelle: depositphotos.com

Die doppelte Dornschließe ähnelt sich sehr stark der einfachen Dornschließe. Nur das beim Ersteren zwei Dorne vorhanden sind, die man jeweils in ein Loch stecken muss. Die doppelte Schließe hat weder einen Einfluss auf die Funktion noch auf die Sicherheit des Gürtels, sondern ist lediglich ein äesthetischer Aspekt.

Aufgrund des Designs ist diese Verschlussart die beliebteste und meist hergestellte Art. Infolge ist das Angebot an Gewichthebergürtel mit einer doppelten Dornschließe auch dementsprechend groß.

Jedoch erweist sich das Schließen und Öffnen der doppelten Dornschließe als schwierig. Besonders wenn du den Gürtel eng anziehst, was auch generell empfohlen ist, gestaltet sich das Schließen des zweiten Dornes zu Beginn als schwer und zeitaufwändig. Mit etwas Übung hat man jedoch den richtigen Dreh raus, sodass es in Zukunft kein größeres Problem darstellt.

Vorteile

  • Ästhetische Optik
  • Sehr hohe Sicherheit
  • Großes Angebot

Nachteile

  • Schwere Handhabung zu Beginn
  • Individuelle Anpassung durch Löcher eingeschränkt

Was ist ein Schnappverschluss und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Beim Schnappverschluss wird der Gürtel durch das Einrasten des Verschlusses angepasst. Somit bieten Schnappverschlüsse eine hohe Sicherheit und eine sehr einfache Handhabung. Zudem sehen diese Gurte bezüglich der Optik sehr ansprechend aus

Bei Schnappverschlüssen musst du deine gewünschte Enge im Vorfeld einstellen. Dies hat den Vorteil, dass du im Training nur noch die Schnalle einrasten musst und somit mehr Zeit spart.

Doch diese Voreinstellung kann auch zum Verhängnis werden, da die Enge des Gürtels nur mit Werkzeugen verstellbar ist. Wenn du also vor dem Training mehr gegessen hast als sonst oder dein Körper weniger Wasser hast und somit flacher wirkt, dann kannst du den Gürtel nicht mehr an deine individuelle Tagesform anpassen. Es sei denn, du hast die Werkzeuge immer parat.

Vorteile

  • Hohe Sicherheit
  • Sehr einfache Handhabung
  • Ansprechende Optik

Nachteile

  • Nur mit Werkzeug verstellbar

Wie finde ich die richtige Größe bei einem Gewichthebergürtel?

Grundsätzlich solltest du auf keinen Fall irgendeine Größe bestellen und es dem Zufall überlassen, ob der Gürtel dir passt. Um dies zu vermeiden, haben enthält die Produktbeschreibung jedes Herstellers zusätzlich eine Tabelle, mit deren Hilfe du deine richtige Größe ermitteln kannst.

Als Alternative kannst du auch die Kundenrezensionen durchlesen, da diese meistens auch Auskunft über die passende Größe geben. Im Notfall hast du auch die Möglichkeit, einfach den Hersteller direkt zu kontaktieren und ihn zu fragen. Auf diese Weise bleiben dir zeitaufwändige Rücksendungen und viele Nerven erspart.

Um von den Vorteilen eines Gewichthebergürtels zu profitieren, sollte der Weightlifting Belt auch optimal sitzen. Ein zu großer Gürtel lässt dir zu viel Spielraum zwischen Gürtel und Bauch, was natürlich alles andere als effektiv ist. Wohingegen du einen zu kleinen Gürtel erst gar nicht schließen kannst.


Trivia: Wissenswerte Informationen rund um das Thema Gewichthebergürtel

Ist ein Gewichthebergürtel nach einem Leistensbruch sinnvoll?

Bei einem Leistenbruch (lat. Hernia inguinalis) handelt es sich nicht um einen Knochenbruch, sondern um einen Eingeweidebruch im Leistenbereich. Dabei wird der sich dort befindende Leistungskanal, durch den wichtige Blutgefäße und Nerven durchlaufen, von dem inneren Druck der Bauchorganen durchbrochen.

Eine weit verbreitete Annahme ist, dass ein Trainingsgürtel solche Leistenbrüche vorbeugt. Jedoch passiert genau das Gegenteil. Denn ein Leistenbruch entsteht, wenn die Bauchdecke dem Bauchinnendruck nicht standhalten kann. Da der Gewichthebergürtel den inneren Bauchdruck erhöht, fördert es lediglich den Leistenbruch.

Falls du von einem Leistenbruch betroffen bist, dann solltest du vor der Verwendung eines Weightlifting Belts zuerst mit deinem Arzt sprechen. Es ist immer ratsam nach einer Verletzung halblang zu machen und sich erst mit der Zeit wieder zu steigern.

Ist ein Gewichthebergürtel bei einer Skoliose sinnvoll?

Bei einer Skoliose handelt es sich um eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, die hauptsächlich im Wachstumsalter erscheint. Dabei sind einzelne oder mehrere Wirbel so verdreht, dass die Wirbelsäule nicht mehr die natürliche S-Form annimmt. Bedauerlicherweise ist ein Ausgleich der Verformung durch eine bestimmte Körperhaltung oder durch Krafttraining nicht möglich. Schließlich entsteht eine Skoliose nicht durch eine muskuläre Dysbalance, die man mit noch heilen könnte.

Die Skoliose kann jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt sein, sodass man nicht direkt behaupten kann, ob ein Gewichthebergürtel für einen Skoliose-Patienten sinnvoll ist.

Um Klarheit zu schaffen, solltest du unbedingt mit einem Arzt bzw. Orthopäden um Rat bitten, bevor du einen Gürtel im Training benutzt. Wenn dein Arzt mit der Benutzung eines Gewichthebergürtel einverstanden ist, dann hast du vermutlich nur eine schwach ausgeprägte Skoliose, sodass ein Gürtel keine Probleme darstellt.

Sind Gewichthebergürtel für Frauen geeignet?

Grundsätzlich gibt es keinen Gürtel der explizit für Frauen oder Männer hergestellt worden ist. Zwar proklamieren manche Hersteller einen Gewichthebergürtel, der ausschließlich für Frauen geeignet ist. Jedoch unterscheiden sich die für Frauen spezialisierten Gürtel kaum von den normalen Trainingsgürteln.


Kaufberatung: Auf welche Kriterien sollte ich achten?

Im Folgenden zeigen wir dir, auf welche Kriterien es beim Kauf eines Gewichthebergürtels wirklich ankommt, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Auch kannst du anhand dieser Kriterien die Gewichthebergürtel untereinander vergleichen und bewerten.

Insgesamt handelt es sich um:

  • Art des Gewichthebergürtels
  • Verschlussart
  • Das Material
  • Breite des Gürtels
  • Dicke des Gürtels
  • Zusatzausstattung

Art des Gewichthebergürtels

Oben sind wir bereits auf die zwei unterschiedlichen Arten eines Gürtels eingegangen und haben dessen Verwendungszweck, sowie dessen Vor- und Nachteile ausführlich erläutert. Nichtsdestotrotz spielt die Art des Gewichthebergürtels mit Abstand die größte Rolle bei der Kaufentscheidung eines Weightlifting Belts.

Zuerst solltest du dir im Klaren sein, ob du Olympisches Gewichtheben oder Powerlifting/Bodybuilding betreibst. Denn ein Olympischer Gewichthebergürtel und ein KDK-Gürtel lassen sich grundsätzlich durch ihre Konstruktion und Breite unterscheiden.

So ist ein Olympischer Gewichthebergürtel aufgrund seiner höheren Flexibilität durch die schmalere Vorderseite optimal für das Reißen und Stoßen geeignet. Wohingegen ein Kraftdreikampfgürtel mit seiner hohen Stabilität durch die gleiche Breite besonders bei Grundübungen wie Kreuzheben, Kniebeugen und Langhantelrudern punkten kann.

Falls Muskelaufbau bzw. Kraftaufbau dein Ziele sein sollten, sind die Übungen aus dem Bodybuilding bzw. Powerlifting die erste Wahl. Schließlich gehören Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken zu den „großen Drei“ Grundübungen, da sie fast den gesamten Körper trainieren und bezüglich des Muskel-/ und Kraftaufbaus auch ideal sind.

Das Reißen und Stoßen aus dem Olympischen Gewichtheben bringt zwar auch ein Potential an Muskelwachstum, jedoch fällt dieser wesentlich geringer aus. Zum einen erfordern die zwei Übungen enorm viel Technik und Stabilität, was wiederum negativ auf den maximalen Muskelaufbau wirken können.

Und zum anderen werden zwar auch viele Muskeln im Körper beansprucht, jedoch keine Muskelgruppe intensiv genug, um die optimalen Ergebnisse für den Muskelaufbau zu erzielen. Denn beim Reißen und Stoßen erfolgt die Bewegungsausführung zum Teil explosiv und mit Schwung, was einfach kontraproduktiv für den Aufbau von Muskeln ist.

Verschlussart

Die Verschlussart ist ein sehr wichtiges Kaufkriterium, da dieser zum Teil auch für deine eigene Sicherheit und für die Handhabung verantwortlich ist. Wer möchte schon einen Gürtel, der sich mitten in einem Satz löst oder schwierig zu handhaben ist? Um diese zwei Dinge zu vermeiden, solltest du daher auf eine sichere und Funktionale Verschlussart Acht geben.

Grundsätzlich sind Gewichthebergürtel mit Klettverschlüssen im Vergleich zu anderen Verschlüssen die Günstigsten auf dem Markt und dies auch zurecht. Sie sind zwar leicht zu schließen und zu öffnen, haben jedoch den größten Verschleiß. Dadurch bieten Klettverschlüsse zugleich die geringste Sicherheit im Training. Bei einem hohen Verschleiß in Kombination mit einer hohen Spannung besteht ein großes Risiko, dass der Klettverschluss aufgeht.

Einfache Dornschließen und doppelte Dornschließen haben kaum Abnutzungserscheinungen und bieten so auch eine sehr hohe Sicherheit. Von der Handhabung her ist eine einfache Dornschließe wesentlich simpler als eine doppelte Dornschließe, da man beim letzteren zwei Dornen in jeweils ein Loch stecken muss. Doch vom Sicherheitsaspekt her unterscheiden sich die zwei Dornschließen kaum. Der Spruch „Doppelt hält besser“ trifft bei der doppelten Dornschließe nicht zu, da die einfache Dornschließe mit einer gleich hohen Sicherheit aufkommt.

Der Schnappverschluss bringt das Beste aus beiden Welten bezüglich der Sicherheit und der Handhabung. Dieser lässt sich nämlich noch schneller öffnen und schließen als die Dornschließe. Zudem ist der Verschleiß kaum vorhanden und bietet somit auch eine enorm hohe Sicherheit im Krafttraining. Der einzige Nachteil ist, dass die Verstellung der Enge bei einem Schnappverschluss nur mit Werkzeugen zu vollziehen ist. So ist eine spontane und schnelle Verstellung des Gürtels nicht möglich.

Das Material

Neben der Verschlussart spielt auch das richtige Material eines Gürtels eine entscheidende Rolle für die Sicherheit im Training, aber auch für die Langlebigkeit des Gürtels. Generell ist das Material des Gürtels abhängig von dem Verwendungszweck.

Beim Ausführen von Powerlifting-/Bodybuilding Übungen stellt ein KDK-Gürtel aus Leder die beste Wahl dar. Leder ist nämlich sehr steif und bietet deshalb auch die benötigte Stabilität bei den Grundübungen. Besonders bei schweren Gewichten ist ein Gürtel aus Leder umso besser. Zudem fällt Leder auch durch seine geringe Abnutzungserscheinungen und die daraus resultierende Langlebigkeit auf, sodass die Investition in einen höherpreisigen Ledergürtel sich mit der Zeit definitiv auszahlt.

Flexible Materialien wie Neopren oder Nylon bieten eine hohe Beweglichkeit, wovon du besonders bei den Olympischen Gewichtheber-Übungen wie Reißen und Stoßen profitierst. Wohingegen ein Gürtel aus Leder zu steif ist, um mit der Flexibilität von Neopren oder Nylon mithalten zu können.

Für das Bodybuilding bzw. Powerlifting ist ein Gürtel aus Neopren oder Nylon ungeeignet, da ein solch flexibler Stoff nicht die erforderliche Stabilität der Wirbelsäule garantiert und somit gleichzeitig das Verletzungsrisiko steigt.

Bezüglich des Tragekomforts hat Neopren und Nylon leicht die Nase vorn. Jedoch ist dieser Aspekt zu vernachlässigen, da du den Gewichthebergürtel nicht mehrere Stunden trägst und nach jedem Satz die Schnalle lösen kannst. An oberster Priorität sollten eher die Sicherheit und die Funktionalität eines Trainingsgürtels stehen.

Gewichthebergürtel beim Kreuzheben
Bei schweren Sätzen Kniebeugen oder Kreuzheben ist ein Powerlifting-Gürtel aus hochwertigem Leder die beste Wahl. Quelle: skeeze / pixabay.com

Breite des Gürtels

Grundsätzlich ist die Breite des Gürtels von der Art des Gürtels abhängig. Die Breite eines Powerlifting Belts ist durchgehend und beträgt bis zu 10 cm. Dagegen sind die Olympische Gewichthebergürtel im vorderen Bereich höchstes 6 cm breit und im hinten Teil deutlich breiter.

Bei offiziellen Powerlifting Wettbewerben ist ein KDK-Gürtel nur mit einer Breite von bis zu 10cm zugelassen. Hier gilt: Je breiter ein Gürtel ist, desto größer ist die Fläche, gegen die dein Bauch pressen kann, um eine höhere Kontraktion zu gewährleisten.

Jedoch gibt es ein Manko, denn ein Gürtel mit einer Breite von mehr als 10 cm würde nicht mehr richtig zwischen den Hüftknochen und den Rippen passen, sodass die Bewegungsfreiheit enorm eingeschränkt wird. Dies macht sich besonders beim Herunterlassen der Langhantel während des Kreuzhebens bemerkbar, da ein zu breiter Gürtel die vollständige Bewegungsausführung behindert.

Beim Olympischen Gewichthebergürtel sieht es mit der Breite etwas anders aus. Da man beim Stoßen und Reißen viel Beweglichkeit benötigt, ist der vordere Teil des Gürtels bewusst schmaler gestaltet, um einen Kompromiss aus Stabilität und Beweglichkeit einzugehen.

Dicke des Gürtels

Die Dicke eines Gewichthebergürtels ist ein weiterer entscheidender Faktor. Grundsätzlich sollte die Dicke mindestens 10 mm betragen, um die volle Wirkung eines Gürtels zu erreichen. Denn ein zu dünner Gürtel übt einen geringeren Druck auf den Rumpf aus, sodass infolge der maximale Bauchinnendruck nicht zustande kommt. Dieser ist jedoch wichtig, um die Stabilisierung der Wirbelsäule zu gewährleisten.

Falls du an offiziellen Powerlifting-Wettbewerben mitmachen möchtest, dann darf ein Kraftdreikampf-Gürtel nicht dicker als 13 mm sein.

Rückenpolsterung

Eine Rückenpolsterung bei einem Trainingsgürtel ist zwar nicht unbedingt notwendig, jedoch erhöht es den Komfort im Training, ohne die Wirkung des Gürtels auf irgendeiner Weise zu beeinflussen.

Eine Rückenpolsterung ist sozusagen nur die Kirsche auf der Torte. Auf keinen Fall solltest du aber die wichtigen Kaufkriterien, wie das Material, die Verschlussart und die Maße des Gürtels vernachlässigen. Was bringt dir nämlich eine Rückenpolsterung, wenn der Rest des Gürtels minderwertig verarbeitet ist und nicht seinen Zweck erfüllt, deinen Rumpf zu stabilisieren? Schlussendlich trägst du den Gürtel nur im Training und nicht den ganzen Tag.


Testberichte: Die Vor- und Nachteile der ausgewählten Gewichthebergürtel

Platz 1:
RDX Powerlifting-Gürtel (Schnappverschluss)

Dieser Powerlifting-Gürtel ist mit einem hochwertigen Nubukleder und einem Schnappverschluss angefertigt. Somit sind eine sehr einfache Handhabung und die Sicherheit im Training gewährleistet. Zudem hat der RDX Gürtel eine durchgehende Breite von 10 cm und eine Dicke von 1 cm. Somit ist dieser KDK-Gürtel optimal für Grundübungen geeignet und zugleich auf offiziellen Powerlifting-Wettkämpfen zugelassen.

Vorteile

  • Hochwertiges Leder
  • Überall gleich breit
  • Schnappverschluss
  • Lange Haltbarkeit
  • Hohe Sicherheit
  • Für Powerlifting und Bodybuilding geeignet.
  • Auf Wettkämpfen zugelassen

Nachteile

  • Preis
  • Für Olympisches Gewichtheben ungeeignet

Platz 2:
RDX Powerlifting-Gürtel (Dornschließe)

Dieser Gewichthebergürtel wird ebenfalls von der Marke RDX hergestellt und ist dem ersten Modell sehr ähnlich. Der Gürtel besteht ebenfalls aus Leder und ist überall gleich breit. Der einzige Unterschied ist, dass es hier sich um eine doppelte Dornschließe handelt. Dadurch wirkt der Gürtel etwas unhandlicher

Vorteile

  • Hochwertiges Leder
  • Lange Haltbarkeit
  • Hohe Sicherheit
  • Überall gleich breit
  • Für Powerlifting und Bodybuilding geeignet.
  • Auf Wettkämpfen zugelassen

Nachteile

  • Preis
  • Doppelte Dornschließe
  • Nicht für Olympisches Gewichtheben geeignet

Platz 3:
Fitgriff Gewichthebergürtel

Der Gewichthebergürtel von Fitgriff hat die beste Bewertung auf Amazon und das nicht umsonst. Denn dieser Gürtel hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und der Hersteller verspricht eine 2 Jahre Gewährleistung. Zudem bietet der Gürtel einen sehr angenehmen Tragekomfort, da er aus hochwertigem Neopren und einer Oberschicht aus Netzgewebe besteht. Durch den Klettverschluss lässt sich dieser Gewichthebergürtel in Sekundenschnelle schließen und öffnen.

Jedoch ist dieses Modell für Powerlifter nicht geeignet, da es aus Neopren besteht, mit einem Klettverschluss versehen ist und nicht durchgehend die gleiche Breite hat. Für das Olympische Gewichtheben ist dieser Gürtel jedoch ideal.

Vorteile

  • Angenehmer Tragekomfort
  • Einfache Handhabung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • In vielen Farben erhältlich

Nachteile

  • Nicht für Powerlifting und Bodybuilding geeignet

Platz 4:
C.P. Sports Gewichthebergürtel

Der Gewichthebergürtel von C.P Sports hat wie das vorherige Modell ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Gürtel ist aus einem robusten Leder verarbeitet und mit einem Rückenpolster ausgestattet, wodurch der Gürtel eine hohe Langlebigkeit und Tragekomfort aufweist.

Durch der doppelten Dornschließe ist der Gürtel jedoch etwas schwieriger zu handhaben als ein Klettverschluss oder Schnappverschluss.

Ein weiterer Nachteil von dem Gürtel liegt darin, dass das Modell eine Kombination aus einem Powerlifting-Gürtel und einem Olympischen Gewichthebergürtel ist. Denn der Gürtel besteht aus Leder, was üblich für einen KDK-Gürtel ist und hat keine durchgehende Breite, welches ein Olympic Weightlifting Belt kennzeichnet.

Somit hat der Gewichthebergürtel weder die hohe Stabilität eines Powerlifting-Gürtels noch die Flexibilität eines Olympischen Gewichthebergürtels

Vorteile

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Robustes Leder
  • Rückenpolster

Nachteile

  • Nur in einer Farbe erhältlich
  • Kombination aus Powerlifting-Gürtel und Olympischer Gewichthebergürtel
  • Doppelte Dornschließe

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